Debatte krankt
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Zu „Wie viel Homo-Ehe darf’s in Europa denn sein?“ vom 24. Mai:
Der Untertitel „Viele Schwule und Lesben werden noch immer diskriminiert ...“ zeigt, woran die Debatte über das Thema Homosexualität krankt, soweit sie überhaupt noch geführt wird: Die Ablehnung eines Lebensstils durch Teile der Bevölkerung wird von den Betroffenen als Diskriminierung, also als Ablehnung der Person, verstanden. Es wäre aber wichtig, beides auseinanderzuhalten – auch wenn das schwer ist für Menschen, die Homosexualität mit ihrer Identität verknüpfen. Ein Vergleich: Wenn ich beispielsweise einem Nachbarn sagen würde: Ich finde es unmöglich, dass du die Partei XY wählst, so sagt das nicht, dass ich ihn als Mensch ablehne, sondern drückt nur meine Ablehnung für seine politische Orientierung aus; als Mensch kann ich ihn dennoch hoch schätzen.
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