„Das wühlt uns richtig auf“

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Die Verantwortlichen des Christlichen Hospizes Pforzheim/Enzkreis beziehen Stellung zum Sterbehilfe-Urteil

Urteile des Bundesverfassungsgerichts finden häufig ein großes Echo in Presse und Öffentlichkeit, zumal wenn sie wie bei der Aufhebung des sogenannten Sterbehilfeparagrafen jeden Menschen betreffen können. Blankes Entsetzen hat die Entscheidung bei den Verantwortlichen des Christlichen Hospizes Pforzheim/Enzkreis ausgelöst.

Pforzheim. Erschrecken und Bedauern: Diese beiden Worte stellt Susanne Kränzle, die Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbandes Baden-Württemberg, ihrer Presseerklärung zum in der vergangenen Woche ergangenen Urteil voraus. Das 2015 erlassene Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe sei nicht länger wirksam. Nun gelte, dass jeder Suizidwillige, der aus dem Leben scheiden wolle und dies frei entschieden habe, dafür Dienste Dritter in Anspruch nehmen könne. Sterbehilfeorganisationen und Sterbehelfer dürften wieder in Deutschland tätig sein. Es stehe zu befürchten, sagt Susanne Kränzle, dass Beihilfe zum Suizid nun eine als ganz normal angesehene Leistung werde, die eine „Therapie“-Option unter anderen darstelle. Menschen könnten sich dazu aufgefordert fühlen, sich für diese Möglichkeit zu entscheiden. In der Konsequenz müsse die Hospizbewegung ihre Hospiz- und Palliativangebote noch bekannter machen.

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