„Das, was die machen, ist Schikane“

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Egon Fenrich, der in der alten Post einen Fahrradladen einrichten will, protestiert mit Plakaten gegen behördliche Hindernisse. Mühlacker Stadtverwaltung wehrt sich gegen die Vorwürfe und sieht die Verantwortung für Verzögerungen beim Bauherrn selbst.

Mühlacker. Auf eine ungewöhnliche Form des Protests hat Egon Fenrich, Inhaber des Fahrradfachgeschäfts „Tretlager“ in Bretten, zurückgegriffen. Eigentlich wollte er Anfang April als zweites Standbein ein Geschäft in der alten Post in Mühlacker eröffnen – doch jetzt ist Juni, und ein Starttermin ist nicht in Sicht. Die Verantwortung für die Verzögerung gibt der 59-Jährige der Stadtverwaltung, und das bringt er auf Plakaten in den Fenstern seiner Räumlichkeiten zum Ausdruck.

„Das, was die machen, ist Schikane“

Statt Werbung für den Auftakt, die am denkmalgeschützten Gebäude ohnehin nur eingeschränkt möglich wäre, weist er mit Schriftzügen wie „Mühlen mahlen langsam in Mühlacker!“ oder „Verletzung des Gleichheitsprinzips!“ oder auch „Alle behördlichen Auflagen wurden erfüllt!“ auf die aus seiner Sicht unnötig lange Hängepartie hin. Wegen immer neuer Auflagen, klagt Fenrich, sei ihm das Geschäft in den wichtigsten Monaten April und Mai durch die Lappen gegangen. „Immer noch keine Genehmigung“, heißt es auf einem Protestplakat, und: „Existenzen sind bedroht“ auf einem weiteren. Einem Mitarbeiter habe er bereits kündigen müssen, weil sich die Eröffnung in Mühlacker verzögert habe.

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