„Das war eine unrühmliche Veranstaltung“
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Sitzung schlägt hohe Wellen: Debatte um Rathausumbau offenbart Differenzen zwischen Bürgermeister und Teilen des Gemeinderats
Ölbronn-Dürrn. Ja, ist denn schon Wahlkampf? Diese Frage beantwortet der Ölbronn-Dürrner Bürgermeister Norbert Holme, der sich im Oktober ein zweites Mal um den Chefsessel im Rathaus bewirbt, schon jetzt mit einem klaren Ja. So zumindest deutet er den heftigen Gegenwind, der ihm bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag von Teilen des Gremiums entgegenwehte. Ein letztlich mehrheitlich angenommener Geschäftsordnungsantrag der Aktiven Bürger sorgte dafür, dass die Auftragsvergabe für die Sanierung des Rathauses in Dürrn von der Tagesordnung genommen wurde. Hartmut Filsinger als Wortführer der Fraktion hatte ein Informationsdefizit beklagt und darauf bestanden, vor einer Entscheidung die genehmigte Planung einzusehen.
Das Thema Rathaus beschäftigt die Doppelgemeinde seit Jahren. Im Sommer 2012 hatte die Verwaltung eine Kompaktlösung mit Rathausneubau vorgeschlagen und dafür die knappste aller möglichen Mehrheiten im Rat erhalten. In der Bevölkerung jedoch regte sich Widerstand; eine Bürgerinitiative kämpfte gegen den geplanten Neubau und für eine Sanierung des bestehenden Verwaltungssitzes. Ein Bürgerentscheid am 17. März 2013 brachte letztlich ein eindeutiges Votum: 74,8 Prozent der Wähler sprachen sich gegen ein neues Rathaus aus. Mittlerweile sind die Umbaupläne weit gediehen. Die Auftragsvergabe an das Architekturbüro Morlock hätte am Donnerstag einen wichtigen Schritt zur Umsetzung markieren sollen.
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