Das lange Sterben eines Totgeglaubten

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Erster Weltkrieg: Die Katastrophe hat das Schicksal vieler Familien in der Region geprägt – auch jenes der Daurs aus Enzberg

„Größe: 1,65 Meter. Gestalt: untersetzt. Kinn: normal. Nase: normal. Mund: normal. Haare: schwarz.“ So charakterisiert das Soldbuch den Enzberger Hans Daur, der als knapp 19-Jähriger in den Ersten Weltkrieg geschickt wurde. 100 Jahre liegt dessen Beginn zurück, doch die Folgen wirken bis heute fort.

Ingo Daur mit einem dicken Buch zum Ersten Weltkrieg, einem Bild seines Vaters in Uniform und der ersten Postkarte, die dieser Monate nach seiner schweren Verwundung nach Hause schickte.

Ingo Daur mit einem dicken Buch zum Ersten Weltkrieg, einem Bild seines Vaters in Uniform und der ersten Postkarte, die dieser Monate nach seiner schweren Verwundung nach Hause schickte.

Mühlacker-Enzberg. Das Soldbuch, ein Militärpass, eine Erkennungsmarke, alte Bilder und ein Zeugnis, einige Postkarten: Es sind Schätze der Erinnerung, die Ingo Daur über die Jahrzehnte aufbewahrt hat. Schätze, die nur vordergründig einer anderen Zeit angehören, denn für den 1930 geborenen Enzberger stellen die Dokumente eine wichtige Verbindung zu seinem Vater her, den ihm die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts geraubt hat – lange, nachdem der letzte Schuss gefallen war.

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