„Das können die Betriebe verkraften“

Archiv

Gewerkschaft fordert mehr Geld für Beschäftigte der Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie

Pforzheim/Enzkreis. Mit einer roten Papphand, die den flotten Spruch „Give me five“ trägt, wirbt die IG Metall für ihre Forderung von fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die rund 10000 Beschäftigten in der baden-württembergischen Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie. Am 5. Juli sollen in Pforzheim die Tarifverhandlungen beginnen. Bei einer Zusammenkunft der Tarifkommission und von Betriebsräten gab es am Freitagvormittag ein klares Votum für den Ausgleich von erwarteten zwei Prozent Preissteigerung, 1,1 Prozent Produktivitätszuwachs und 1,9 Prozent Umverteilungszuschlag für die einjährige Laufzeit des künftigen Tarifvertrags. „Das können die Betriebe verkraften“, ist Verhandlungsführer Walter Beraus von der Stuttgarter Bezirksleitung der IG Metall überzeugt. Im vorigen Jahr hat die Gewerkschaft noch 5,5 Prozent gefordert. Für die Arbeitgeber tritt bei den Tarifverhandlungen Oliver Müller von der Firma Agosi in den Ring.

„Das können die Betriebe verkraften“

Schon die Metaller – hier eine Kundgebung Mitte Mai bei Mahle Behr in Mühlacker – waren mit der Forderung „Give me five“ in die Tarifverhandlungen gegangen.Archivfoto: Eier

In den beiden vorigen Jahren gab es bereits am ersten Verhandlungstag eine Einigung. Ob das nun wieder so läuft, ist unsicher. Deshalb habe die IG Metall, so der Pforzheimer Erste Bevollmächtigte Martin Kunzmann, für den 13. Juli ein zweites Treffen terminiert. Außerdem werde bei einem Scheitern der Gespräche in der ersten Runde mit Warnstreiks zu rechnen sein. Die Belegschaften, die voll hinter den Forderungen der Gewerkschaft stünden, hätten dazu ihre Bereitschaft signalisiert, so Kunzmann.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen