„Das ist kein Zustand“
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Stadtrat macht eingeschränkte Öffnungszeiten des Dorfladens in Schmie zum Thema
Maulbronn. Kein Supermarkt, kein Arzt, keine Kneipe – kleine Dörfer haben häufig ein Infrastrukturproblem. Auch im kleinen Schmie halten sich Konsum- und Freizeitangebote in engen Grenzen. Genau aus diesem Grund gibt es in dem Maulbronner Stadtteil, in dem rund 700 Einwohner leben, seit vielen Jahren einen Dorfladen. Doch anscheinend hat das Geschäft ein Problem. In der jüngsten Gemeinderatssitzung beklagte Stadtrat Friedrich Luz, dass die Öffnungszeiten des Geschäfts in jüngster Zeit stark eingeschränkt seien: „Da ist ein bisschen Sand im Getriebe.“
Der Dorfladen wird vom Bürgerverein und von der Verwaltung unterstützt. Foto: Fotomoment
Im Sommer sei der Laden mehrere Wochen lang komplett geschlossen gewesen. Und aktuell habe das Geschäft von Montag bis Mittwoch zu. „Das ist kein Zustand, das finde ich schade“, betonte Luz, der selbst in Schmie zu Hause ist und im Gemeinderat die Bürgerliche Wählervereinigung vertritt. Gerade mit Blick auf die älteren Menschen, für die der Dorfladen in erster Linie gedacht sei, sei dies sehr bedauerlich, sagte Luz, der die Stadtverwaltung mit seiner Nachricht überraschte. Bürgermeister Andreas Felchle dankte für den Hinweis und kündigte umgehend an, mit dem Betreiber des Dorfladens sprechen zu wollen. „So läuft das nicht, das können wir so nicht lassen“, sagte er. Doch das Problem mit den eingeschränkten Öffnungszeiten soll schon bald wieder behoben sein. Das teilte Brigitte Schmid auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Das Geschäft habe an den ersten drei Tagen der Woche zu, weil die Verkäuferin im Urlaub sei. Ihre Abwesenheit wird sich laut Schmid noch in dieser Woche und auch noch in der kommenden Woche in den eingeschränkten Öffnungszeiten bemerkbar machen. Doch dann soll der Laden wieder wie gewohnt geöffnet haben. Urlaubsbedingt sei das Geschäft auch im Sommer drei Wochen geschlossen gewesen, bestätigt die Frau des Betreibers Ulrich Schmid. „Wir haben nicht genug Vertretungen, um das Geschäft in Schmie in solchen Situationen immer voll abdecken zu können“, erklärt Brigitte Schmid das Problem.
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