„Das hätte ich mir als Migrantenkind nie erträumt“
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Berlin/Ötisheim/Mühlacker. „Auch wenn wir anfangs natürlich aufgeregt waren, war es sehr angenehm“, fasst Hasan Ali Özer die Atmosphäre beim Empfang in der Bundeshauptstadt zusammen. „Wir wurden gut aufgenommen und eingewiesen“, berichtet Özer von der außergewöhnlichen Reise zum Bundespräsidenten. Verdient hat sich das Apotheker-Ehepaar aus Ötisheim die Anerkennung von höchster Stelle durch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement, das vor allem auf ein besseres Miteinander der Kulturen in der Stadt Mühlacker abzielt.
Anerkennung von höchster Stelle: Bundespräsident Christian Wulff und seine Ehefrau Bettina (li.) begrüßen beim Neujahrsempfang engagierte Bürger. Zu den Gästen gehören Selma und Hasan Ali Özer. Das Ehepaar aus Ötisheim engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen und macht sich vor allem für die Integration von muslimischen Mitbürgern in Mühlacker stark.
Einen Tag vor dem Empfang gab es mit Vertretern des Bundespräsidialamtes eine Vorbesprechung des Ablaufs, des sogenannten Protokolls. Schließlich sollte beim Empfang alles reibungslos über die Bühne gehen. Präsident Wulff und seine Ehefrau Bettina seien sehr gute Gastgeber gewesen. „Die haben uns mit ihrer natürlichen Art schnell die Nervosität genommen“, betont Özer. Bevor das Ötisheimer Ehepaar dem Präsidenten und seiner Frau die Hand schütteln und Geschenke überreichen konnte, wurden sie streng kontrolliert. Die Sicherheitsvorkehrungen waren hoch. „Man muss sich das in etwa so vorstellen wie bei einer gründlichen Kontrolle am Flughafen“, sagt Özer im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass Wulff derzeit heftig in der Kritik steht, hat beim Empfang keine Rolle gespielt. „Nach außen hin hat er das nicht spüren lassen.“
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