Das Phantom der Enzkreis-Wälder

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Enzkreis (fl). Sie ist das Phantom der Enzkreis-Wälder: Kaum jemand hat die neue, von der Deutschen Wildtier Stiftung für ein Jahr zur Königin der heimischen Säugetiere gewählte Haselmaus je gesehen. Falls doch mal jemand das Wildtier des Jahres 2017 durch das Gebüsch huschen sieht, fragt er sich wahrscheinlich: Was ist das nur für eine eigenartige Maus mit diesem auffällig buschigen Schwanz?

Das Phantom der Enzkreis-Wälder

Die Haselmaus führt für gewöhnlich ein Leben fernab der Öffentlichkeit. Foto: Lechler

Tatsächlich ist die Haselmaus trotz ihres Namens genauso wenig eine Maus wie ein Walfisch ein Fisch ist. Die Haselmaus gehört zu den Bilchen, also in die Verwandtschaft von Sieben- oder Gartenschläfer. Und wie ihre Verwandten und im Gegensatz zu echten Mäusen hält die Haselmaus derzeit auch Winterschlaf. Dass der kleine Kletterkünstler so selten im Enzkreis zu sehen ist, liegt aber nicht nur daran, dass er versteckt in den Sträuchern am Waldrand ein sehr heimliches Leben führt, er ist auch selten geworden. Was der Haselmaus fehlt, sind naturnahe Wälder oder heckenreiche Landschaften, wie man sie beispielsweise im Naturschutzgebiet Kalkofen bei Mönsheim findet. Haselnüsse sind die Lieblingsspeise der kleinen Bilche, aber sie fressen auch Blüten, Blattknospen und kleine Insekten.

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