Das Leiden im Sucher der Kamera

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Zum 70. Jahrestag der Zerstörung Pforzheims haben sich Studenten einem schwierigen Thema angenähert

Fotografische Arbeiten, die den Betrachter nachdenklich und traurig stimmen, sind noch bis zum 1. März in der Pforzheimer Schlosskirche zu sehen.

Keine leichte Kost, aber eine beeindruckende Zusammenstellung: Professorin Silke Helmerding und Pfarrerin Heike Reisner (li.) eröffnen heute in der Schlosskirche die Ausstellung „Leiden betrachten“. Foto: Roth

Keine leichte Kost, aber eine beeindruckende Zusammenstellung: Professorin Silke Helmerding und Pfarrerin Heike Reisner (li.) eröffnen heute in der Schlosskirche die Ausstellung „Leiden betrachten“. Foto: Roth

Pforzheim. Auf sensible Menschen könnten die Motive, die 80 Studierende an der Fakultät für Gestaltung unter dem Aspekt „Leiden betrachten“ bei Professorin Silke Helmerding für die Schau zusammengestellt haben, schockierend wirken. An den Stellwänden, die seit gestern im Kirchenraum stehen, sind Leidensszenen zu sehen. Da ist etwa die Maus, die im Maul der Schlange verschwindet, da werden die Betrachter mit Nahaufnahmen von verkrüppelten und vernarbten Körperteilen konfrontiert. Der gekreuzigte Jesus hängt neben der Feldpost, die der Opa aus dem Zweiten Weltkrieg geschickt hat. Eine Tätowiernadel dringt in leidende Haut ein, ein Obdachloser starrt in die Kamera, Zoo-Tiere pressen ihre Körper an Gitterstäbe, trostlos wirkt der Anblick zweier leerer Stühle inmitten einer vermüllten Umgebung.

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