Das Jahr ohne Sommer
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Mühlacker (pm). In die Vergangenheit entführt ein Vortrag des Evangelischen Bildungswerks Mühlacker, der sich am Dienstag, 24. April, von 15 Uhr an im evangelischen Gemeindehaus in Dürrmenz mit dem sogenannten Jahr ohne Sommer auseinandersetzt.
Mit einer Energie von drei Millionen Hiroshima Bomben wurde 1815 der Vulkan Tambora in Indonesien pulverisiert. Die Stäube verteilten sich um die ganze Welt und lösten vorübergehend eine dramatische Weltklimaveränderung aus. In Württemberg gab es keinen Sommer und die Kartoffeln wurden im Schnee ausgegraben. Viele Wirtschaftswissenschaftler sehen im Ausbruch des Vulkans Tambora 1815 den Urknall der baden-württembergischen Entwicklung hin zum Musterländle. Vor genau 200 Jahren war die Not am größten, das wirtschaftliche System basierte auf Ackerbau und Viehzucht. Die Landwirtschaft war so unterentwickelt, dass nach dem Ausbruch des Vulkans Tambora 1815 und dem darauffolgenden Hungerjahr 1816 dringend Reformen her mussten. Wie diese Reformen zur Erfindung des Fahrrads, zur Etablierung des Cannstatter Wasens und zur Gründung der Uni Hohenheim führten, soll in diesem Vortrag erklärt werden. Ingmar Volkmann ist Reporter bei den Stuttgarter Nachrichten. In seinem Vortrag im Rahmen des Offenen Nachmittages des Evangelischen Bildungswerkes referiert er über diese Zusammenhänge. Die Veranstaltung wird von Diakon Thomas Knodel begleitet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Spenden sind willkommen.
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