„Das Haus hat einen ideellen Wert“

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Mühlacker-Enzberg. Passanten, die einen Blick auf das unschöne Gebäude im Enzberger Ortskern werfen, mögen es vielleicht nicht glauben, aber die marode Immobilie steht sogar unter Denkmalschutz. Weniger erstaunlich erscheint diese Tatsache freilich, betrachtet man das Haus im Lichte seiner historischen Bedeutung. Immerhin steht es nach wie vor für die frühe Anbindung des heutigen Mühlacker Stadtteils ans Eisenbahnnetz. „Das Gebäude wurde 1868 errichtet“, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) auf Anfrage unserer Zeitung. Allerdings hat die Bahn schon lange keine größere Geldsumme mehr ausgegeben, um das geschichtsträchtige Gebäude instand zu halten. „1957 gab es die letzte größere bauliche Modernisierung“, so die Sprecherin. Seither seien lediglich kleinere Reparaturen vorgenommen worden. Zuletzt wollte die DB den „Schandfleck“, wie manch ein Enzberger zu sagen pflegt, nur noch losschlagen. Über Jahre versuchte sie, einen Käufer zu finden – ohne Erfolg. „Zwar gab es immer mal wieder Interessenten, doch es kam nie zu einem Abschluss.“

Werner Amlacher, Ehefrau Bianca Corina mit dem jüngsten Nachwuchs Hans und der elfjährige Sohn Bernhard Bruno vor dem von dem Ehepaar gekauften Enzberger Bahnhofsgebäude. Foto: Sadler

Werner Amlacher, Ehefrau Bianca Corina mit dem jüngsten Nachwuchs Hans und der elfjährige Sohn Bernhard Bruno vor dem von dem Ehepaar gekauften Enzberger Bahnhofsgebäude. Foto: Sadler

Zuletzt wurde die Bahn doch noch fündig: Werner und Bianca Corina Amlacher haben das Bahnhofsgebäude samt dazugehörigem Grundstück mit Parkplätzen im September für einen „fünfstelligen Betrag“, so der Käufer, erworben.

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