„Das Gewässer ist in einem guten Zustand“
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Ötisheimer Gemeinderat bereitet nächste Schritte für den Hochwasserschutz vor – Kosten: über 200000 Euro
Ötisheim (ra). Die Gemeinde Ötisheim geht den Hochwasserschutz an. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sind die Ergebnisse einer Flussgebietsuntersuchung vorgestellt worden, und die Bürgervertreter beschlossen einstimmig, dass im laufenden Jahr die Planungen auf den Weg gebracht werden und 2016 mit den vorgeschlagenen Baumaßnahmen begonnen wird. Anlass für die Untersuchung der Bachläufe und die Entwicklung eines Hochwasserkonzepts durch das Ingenieurbüro Winkler und Partner aus Stuttgart war die Überflutung einiger Bereiche im Ort am 1.Juni 2013. Ein Extremereignis wie es, laut Diplomingenieur Armin Binder, in diesem Ausmaß rein rechnerisch nur einmal im Zeitraum von mehr als 100 Jahren auftreten soll. Tagelange Regenfälle hatten damals den Boden gesättigt und ein Starkregen mit einer Niederschlagsmenge von bis zu 100 Millimetern ließ den Erlenbach und einen Graben entlang der Enzberger Straße über die Ufer treten und flutete Bereiche im alten Ortskern, im Gewerbegebiet Bruch und „Im Brühl“. „Das Gewässer ist in einem guten Zustand“, sagte der Bereichsleiter für Hydrologie und Hydraulik, der gemeinsam mit Diplomingenieurin Nina Winkler und Angelika Gross vom Umweltamt des Enzkreises den Gemeinderäten Rede und Antwort stand. Gemeinsam mit der Verwaltung und der Feuerwehr Ötisheim hatten die Fachleute die gefährdeten Zonen untersucht. Sie simulierten das gesamte Hochwasserereignis per Computer, erstellten ein digitales Geländemodell, berechneten die Abflussmengen der Gewässerläufe und empfehlen nun Geländemodellierungen im Gewerbegebiet Bruch und im Bereich der Wallgrabenstraße um 50, beziehungsweise 40 Zentimeter und die Erhöhung eines Bachufers „Im Brühl“. Nach ersten Schätzungen sollten diese Maßnahmen für rund 200000 Euro umgesetzt werden können. Auf weitere 40 000 Euro schätzten sie eine örtliche, etwa 65 Meter lange Erhöhung vor der Verdolung des Grabens an der Enzberger Straße zur Abwehr eines Hochwassers, wie es alle 20 bis 30 Jahre vorkommen kann. Für den Schutz gegen ein Jahrhunderthochwasser wäre ein Retentionsraum von rund 1100 Kubikmetern erforderlich, dessen Kosten sich auf grob geschätzt 200000 Euro belaufen würden.
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