Das Geburtstagskind des Tages
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29. Juni: Paul Flechsig, Psychiater und Hirnforscher
Sie haben heute Geburtstag? Dann gratulieren wir recht herzlich und zeigen Ihnen in dieser Rubrik, dass Sie in guter Gesellschaft sind. Denn ein Blick ins Internet-Lexikon Wikipedia offenbart eine lange Liste mit prominenten Namen. Ob Schriftsteller oder Schauspieler – sie alle eint, am 29. Juni das Licht der Welt erblickt zu haben.
Blühender Gruß für alle, die heute Geburtstag haben, von Margot Beuchle.
Heute richten wir den Fokus besonders auf Paul Flechsig, der als einer der Väter der Neuroanatomie in die Medizingeschichte eingegangen ist. Geboren wurde Flechsig 1847 in Zwickau. Sein Vater war Diakon in der St. Marienkirche in Zwickau und belegte 1828 als Student der Theologie zusammen mit dem späteren Komponisten Robert Schumann eine Wohnung. Paul Flechsig studierte von 1865 bis 1870 Medizin an der Universität Leipzig. Seine Habilitationsschrift befasste sich mit den Leitungsbahnen im Gehirn und Rückenmark des Menschen. 1877 wurde er außerordentlicher Professor am neu gegründeten Lehrstuhl für Psychiatrie. Seine Antrittsvorlesung an der Universität Leipzig am 4. März 1882 hielt er über körperliche Grundlagen von Geistesstörungen. Flechsig kritisierte darin den Terminus „Geisteskrankheit“. Er wollte ihn durch das „korrekte Wort Nervenkrankheit“ ersetzt wissen. Von 1884 bis 1921 war er ordentlicher Professor für Psychiatrie an der Universität Leipzig und mit dem Aufbau einer neuen Nervenklinik beauftragt. Nach Flechsig ist das Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung an der Universität Leipzig benannt.
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