Das Geburtstagskind des Tages
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9. Juni: Bertha von Suttner und der Ruf nach Frieden
Sie haben heute Geburtstag? Dann gratulieren wir recht herzlich und zeigen Ihnen hier, dass Sie in guter Gesellschaft sind. Denn ein Blick ins Internet-Lexikon Wikipedia offenbart eine lange Liste mit prominenten Namen. Ob Schriftsteller oder Schauspieler – sie alle eint, am 9. Juni das Licht der Welt erblickt zu haben.
Gruß an alle, die heute Geburtstag haben, von Ute Meller.
Heute richten wir den Fokus besonders auf die Schriftstellerin Bertha von Suttner. Die 1843 in Prag als Bertha Sophia Felicita Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau Geborene inspirierte ganze Generationen von Pazifisten. Ihr 1889 veröffentlichter Roman „Die Waffen nieder!“ beschrieb die Schrecken des Krieges aus der Sicht einer Ehefrau und traf damit den Nerv der Gesellschaft, die zu dieser Zeit in heftigen Diskussionen über den Militarismus und den Krieg begriffen war. Das Buch erschien in 37 Auflagen und wurde in zwölf Sprachen übersetzt. Doch die Autorin ruhte sich auf dem Erfolg nicht aus. Am 3. September 1891 forderte Bertha von Suttner in einem Artikel der Neuen Freien Presse die Gründung einer „Österreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde“. Das Echo war überwältigend. 1905 erhielt sie den von ihr angeregten Friedensnobelpreis, den sie am 18. April 1906 entgegennahm. Obwohl Alfred Nobel, für den sie kurzzeitig gearbeitet hatte, bereits bei der ersten Vergabe 1901 an von Suttner als Preisträgerin gedacht hatte, wurde sie erst in dieser fünften Preisrunde bedacht. Eine Würdigung in jüngerer Zeit erfuhr sie, als ihr Konterfei ausgewählt wurde, um die nationale Seite der österreichischen 2-Euro-Münze zu schmücken.
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