Das Erbe der Einwanderer ist lebendig

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Der Waldensertag in Pinache nimmt nicht nur die Vergangenheit in den Blick, sondern zeigt in Sachen Integration Perspektiven auf

Nicht oft wird derart deutlich, wie aktuell Geschichte sein kann: Beim Waldensertag in Pinache standen nicht nur die Glaubensflüchtlinge im Fokus, die vor mehr als 300 Jahren nach Württemberg kamen. Immer wieder wurde auch auf den Umgang mit den in jüngster Zeit Geflüchteten Bezug genommen.

Das Erbe der Einwanderer ist lebendig

In Tracht: Christa und Walter Drodofsky (v.li.) aus Neuhengstett, Sabine Müller aus Pinache und Jana Nitzschke aus Wiernsheim. Auch das Waldensermuseumsstüble schlägt die Brücke in die Vergangenheit.

Wiernsheim-Pinache. Vertreibung, Flucht und die Suche nach einer neuen Heimat: Vieles von dem, was damals die Waldenser erlebten, sei „hochaktuell“, sagte der evangelische Dekan Jürgen Huber vom Kirchenbezirk Mühlacker bei der Eröffnung des Waldensertages am Sonntagvormittag in der Waldenserhalle von Pinache. Es zeige sich einmal mehr, wie wichtig Religions- und Glaubensfreiheit seien: „Leider werden die menschlichen Grundrechte in vielen Staaten der Welt mit Füßen getreten.“ Die Geschichte der Waldenser lehre zugleich, welch langer Atem notwendig sei, damit Integration gelingt. „Es ist wichtig und unabdingbar, die Geschichte in Erinnerung zu behalten“, betonte Huber nach dem Auftritt des Gemeinschaftschores aus Frauenchor Pinache, MGV Concordia Pinache und MGV Liederkranz Serres unter der Leitung von Ernst Eberlein. Huber wies die rund 200 Gäste darauf hin, dass man im Kirchenbezirk Mühlacker in einem geschichtsträchtigen Umfeld lebe, das von der waldensischen Tradition geprägt sei.

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