Das Dorf abgeriegelt
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Mühlacker. Ein bisschen künstlerische Freiheit ist erlaubt, zumal dann, wenn es um eine „Human-Touch-Story“ geht, also eine Geschichte, die Emotionen wecken und das allzu Menschliche in den Vordergrund rücken will. Das beginnt schon bei der dramatischen Anmoderation von Frauke Ludowig: „Sie schnitzen sein Ebenbild in Holz. Sie riegeln das ganze Dorf ab. Sie vergöttern ihn wie einen Heiligen.“
Einst und heute: Harald Glööckler in Mühlacker vor der RTL-Kamera.
Sie, das sind die Menschen in Mühlacker. Zum ersten Mal seit über 30 Jahren, heißt es, kehre Harald Glööckler in seine alte Heimat zurück, wo er „in der Kindheit Schlimmes erlebt hat“. Abgesehen davon, dass der „schillernde Modemacher“ vor geschätzten fünf Jahren zum letzten Mal hier war und seine Kindheit bekanntlich nicht in Mühlacker, sondern in Zaisersweiher verlebte, ist so weit fast alles korrekt.„In dem 7000-Seelen-OrtMühlacker kennt ihn jeder“Großen Kreisstadt mit ihren 25000 Einwohnern in der RTL-Reportage ausgerechnet zu den Bildern der beschaulichen Mettenbacher Mühle genannt wird, wo „Tante“ Elsbeth und „Onkel“ Eugen in Wirklichkeit eindeutig auf Diefenbacher Gemarkung leben. Hauptsache, der Kontrast stimmt, schließlich geht es um „Harald Glööckler zwischen Kuh- und Pferdemist“, und der ist in der Mühlacker Innenstadt schwer zu finden.
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