DGB fordert mehr Tarifbindung
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Pforzheim/Enzkreis (pm). „Für immer weniger Beschäftigte und Betriebe in Pforzheim und dem Enzkreis gilt ein Tarifvertrag“, bemängelt der Kreisverband Pforzheim/Enzkreis des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Das wirke sich negativ auf die Einkommen der Beschäftigten, aber zusätzlich auch auf die Allgemeinheit aus. Bund, Ländern und Kommunen entgingen dadurch jährlich Milliarden von Euro. Der DGB fordert deshalb eine stärkere Tarifbindung „von der alle profitieren“. Hintergrund ist laut einer Mitteilung, dass 2018 nur noch 56 Prozent der Beschäftigten im Westen und 45 Prozent im Osten tarifgebunden gewesen seien.
Wären alle Beschäftigten im Südwesten tarifgebunden, würden Land und Bund laut DGB je 695 Millionen Euro mehr Einkommensteuer erhalten, an die Kommunen flössen 245 Millionen Euro mehr. Allein für Pforzheim seien dies rund 2,7 Millionen, für den Enzkreis etwa 4,3 Millionen pro Jahr, so Susanne Nittel von der DGB-Geschäftsstelle Pforzheim. Dies seien „22 Euro je Einwohner.“ Die mangelnde Tarifbindung wirke sich auf die Kaufkraft aus: „Mit flächendeckender Tarifbindung hätten die Beschäftigten im Südwesten rund 3,7 Milliarden Euro mehr pro Jahr im Portemonnaie,“ so der stellvertretende DGB-Vorsitzende Franz Herkens.
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