Chor-Harmonie mit Seitenhieben auf die Politik

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Verband zeichnet verdiente Sänger aus – Rülke kritisiert Regierung

Vergibt die Landesregierung verstärkt Fördermittel an jene Klientel, die eher bei den Grünen oder der SPD ihre Kreuzchen macht? Dieser Eindruck drängt sich dem FDP-Landtagsabgeordneten und Chef seiner Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, auf, nachdem ihm zugetragen worden ist, dass die Förderung für die Chorverbände reduziert wurde.

Ein halbes Jahrhundert aktiv: Der Chorverband ehrt treue Sängerinnen und Sänger.

Ein halbes Jahrhundert aktiv: Der Chorverband ehrt treue Sängerinnen und Sänger.

Ötisheim. Am Sonntag beim Verbandstag der Gesangvereine aus der altschwäbischen Region nahm der Politiker bei seinem Grußwort kein Blatt vor den Mund, als er das zurückgefahrene Fördervolumen für die Laienmusikverbände geißelte, das den Schwäbischen Sängerbund mit 35000 Euro trifft. Mit dieser „Ungerechtigkeit“ sollten offenbar andere Kulturschaffende, die keinen Verbänden angehörten, bessergestellt werden. Für Rülke ist offenkundig, dass die Landesregierung jene Gruppierungen begünstige, die eher Grün- oder Rot-Wählern zuzurechnen seien, „das ist die Realität“. Der Ball zu diesem Seitenhieb auf die Landesregierung war Rülke vom Vorsitzenden des Chorverbands Enz, Rolf Czudzowitz, zugespielt worden, der Rülke ebenso wie seine Abgeordneten-Kollegin Viktoria Schmid in der Einladung zum Verbandstag um deren Einschätzung zu der geänderten Förderpraxis gebeten hatte. Rülke betonte in dem Zusammenhang, diese Stellungnahme sei mit seiner erkrankten und deshalb am Sonntag nicht anwesenden Kollegin von der CDU abgesprochen gewesen.

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