CDU-Kandidat sieht Corona-Risiko im Zug

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Enzkreis (pm). Nachdem unsere Zeitung in dieser Woche über Kritik an der Situation im regionalen Bahnverkehr berichtet hat, schaltet sich nun auch der CDU-Landtagskandidat für den Enzkreis, Philippe A. Singer, in die Debatte ein. Er beklagt in einem Schreiben an den baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann eine „unverändert chaotische Situation im regionalen Schienennahverkehr“.

Die Situation auf der Bahnstrecke Karlsruhe-Stuttgart mache ihn fassungslos: „Verspätungen und Zugausfälle sind ein täglich wiederkehrendes Problem zahlreicher Pendler.“ Singer stellt wie andere Beobachter fest, dass viele Pendler bereits zum Umstieg aufs Auto gezwungen worden seien. Diese Alternative biete sich Schülern, Auszubildenden und Praktikanten freilich oft nicht. Sie blieben sprichwörtlich „auf der Strecke“. Singer macht Hermanns Ausschreibungspraxis für die Zustände verantwortlich. Der Minister habe, allen Warnungen zum Trotz, „jede Qualität vernachlässigt, einzig um die Preise zu drücken“. Er habe mit einem viel zu geringen Stehplatzanteil kalkuliert. Darum mangele es heute an den dringend benötigten Kapazitäten, ist Singer überzeugt. Das erklärte Ziel des Ministers, eine Verdoppelung der Nachfrage zu erreichen, habe Hermann auf jeden Fall mehr als verfehlt.

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