Burgsaison startet am Ostersonntag
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Bis Oktober kann die Löffelstelz sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr innen besichtigt werden
Mühlacker. Die Burg Löffelstelz ist wieder geöffnet. Wochenlang lag das Wahrzeichen der Stadt im Winterschlaf, am Ostersonntag ist das Tor zur Burgruine zum ersten Mal in diesem Jahr wieder aufgeschlossen worden. Bis zum 3. Oktober können die Besucher die Anlage hoch über der Enz an Sonn- und Feiertagen auch von innen besichtigen.
Eröffnung der Löffelstelz-Burgsaison: das Trommler- und Pfeiferkorps Mühlacker spielt.
Am Sonntag drehte Albrecht Münzmay, der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Mühlacker, als erster Burgwächter des Jahres 2013 den Schlüssel um, öffnete das Portal und lud all die Besucher, die der kühlen Witterung getrotzt hatten, zu einem Glas Sekt oder einem nichtalkoholischen Getränk. Dazu heizte das Trommler- und Pfeiferkorps Mühlacker den Besuchern mit flotten Marschrhythmen ein und machte mit seinen Pauken und Trompeten weithin hörbar, dass die Saison auf der Burg wieder begonnen hat. An den zahlreichen Fotodokumentationen und Tafeln und im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Verschönerungsvereins informierten sich die Besucher über die Historie des Gemäuers. Sie erkundeten auf eigene Faust den freigelegten Keller und wagten einen Blick durch die Fensteröffnungen auf die Stadt. „Die Scherbabuzzer, die Mitglieder vom Historisch-Archäologischen Verein und vom Verschönerungsverein und die Mitarbeiter von der Volkshochschule wechseln bei den Öffnungstagen ab“, erklärte Albrecht Münzmay. Sie informieren über die wechselvolle Geschichte des altehrwürdigen Bauwerks, organisieren die Bewirtung und stehen den Besuchern zwischen 14 und 17 Uhr für Fragen zu Verfügung. Normalerweise, so Münzmay, wird die Burganlage erst mit Beginn des Monats April geöffnet. Nachdem in diesem Jahr der Ostersonntag aber auf den 31. März fiel, habe man sich entschieden, diesen Termin mit einzubeziehen. An der Ruine stehen demnächst einige kleinere Verschönerungsarbeiten an. Wie Vorsitzender Münzmay ausführte, sollen die Wappen über dem Burgportal erneuert werden. Die Motive der in Sandstein gehauenen Phantasieschilder aus dem 19. Jahrhundert sind stark verwittert und nur noch in Fragmenten erkennbar. Ein Steinmetz hat die Wappen originalgetreu nachgefertigt. Als Vorlage dienten ihm historische Fotos der alten Schilder. „Die Wappen liegen schon bereit und so bald es die Witterung zulässt, werden die alten entfernt und die neuen über dem Portal eingemauert“, betont Albrecht Münzmay am Sonntag.
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