Bücher im Kühli suchen Betreuer

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Literaturangebot kann am Konrad-Adenauer-Platz nur mit freiwilligen Helfern gehalten werden

Mühlacker. Der Bücherschrank auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Mühlacker ist eine Institution. Was manche Nutzer womöglich gar nicht wissen: Der Literaturbestand, der im Kühlschrank auf Leser wartet, muss gepflegt werden, denn in der Tauschbörse landen mitunter Wälzer, die dort wegen ihres Inhalts oder schlechten Zustands nicht hingehören. Manche Zeitgenossen missbrauchen die beliebte Literaturbörse sogar als Mülleimer.

Bücher im Kühli suchen Betreuer

Rolf Watzal und Claudia Heiler suchen freiwillige Helfer, die sich um den Lesestoff im Mühlacker Bücherschrank kümmern. Foto: Disselhoff

Bisher kümmerten sich Citymanager Rolf Watzal und Bettina Lasic vom MühlackerCard-Büro um die Bücher. „Wir können das neben unserer hauptamtlichen Tätigkeit zeitlich leider nicht mehr leisten“, sagt Watzal, der jetzt nach Freiwilligen sucht, die den Inhalt der Straßenbücherei ein bis zweimal in der Woche entrümpeln. Zur Pflege des Schranks gehört es, Altpapier und Unrat zu entfernen. Bücher, die nichts im Schrank verloren haben, müssen aussortiert werden. Die freiwilligen „Bibliothekare“ müssten keine großen Anforderungen erfüllen, sich aber etwas mit Literatur auskennen und verlässlich sein, so Watzal. Claudia Heiler, Leiterin der Stadtbibliothek, betont, der Bücherschrank am Konrad-Adenauer-Platz werde gut angenommen. „In der Mittagspause sehe ich regelmäßig Leute, die sich am Schrank bedienen oder etwas hineinstellen.“ Der Standort sei ideal. „Wenn sich innerhalb der nächsten 14 Tage freiwillige Bücherfreunde finden, die bereit dazu sind, sich regelmäßig um den Bestand zu kümmern, kann es mit der Tauschbörse an der bewährten Anlaufstelle weitergehen. Wenn nicht, muss der Schrank an einen in jedem Fall ungünstigeren Ort umziehen“, sagt Heiler. Auch Watzal betont: „Der Standort sollte erhalten bleiben.“ Wenn sich ehrenamtliche „Pflegekräfte“ für die Literatur im Schrank finden, hätte dies einen weiteren Vorteil: „Dann könnten wir zusätzlich einen zweiten ausgedienten Kühlschrank aufstellen, der speziell mit Kinder- und Jugendbüchern bestückt werden könnte“, denkt Watzal laut nach. Beim Ausmisten können die Helfer auf logistische Unterstützung von Claudia Heiler bauen. „Wir können einen Wagen bereitstellen, mit dem die ausrangierten Bücher zu uns in die Bücherei gefahren werden. Wir kümmern uns dann um deren Entsorgung.“

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