Bronze wäre schon ein Riesenerfolg
Archiv
Mühlacker/Paphos. Die Vorbereitungen auf die EM standen unter keinem guten Stern. Mitte August verstarb völlig unerwartet die Großmutter Roxana Nothafts im Alter von nur 62 Jahren. Die 16-Jährige aber musste trotz aller Trauer ihre Gedanken auf das Training am Leistungszentrum in Nürnberg fokussieren, um für die Europameisterschaften fit zu sein. „Ich hoffe auf eine Medaille“, sagt die Taekwondo-Kämpferin aus Mühlacker. Gold wäre ein Traum. Aber auch über Bronze würde sich die 16-Jährige schon gewaltig freuen, obwohl sie bereits bei der Kadetten-EM 2007 in Budapest Dritte war, schon sieben Titel bei Deutschen Meisterschaften ihrer Altersklasse und etliche große internationale Turniere gewonnen hat.Der Informationsservice der Deutschen Taekwondo-Union gleicht einer SchneckenpostGestern Nachmittag ist der Flieger in Frankfurt abgehoben, womöglich erst heute Morgen erreichen Nothaft und ihr Trainer Nuretin Yilmaz gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft ihr Ziel. Denn einen Direktflug nach Paphos an der Westküste Zyperns, wo die EM stattfindet, gibt es nicht. Rund 20 Stunden beträgt voraussichtlich die Reisezeit.
Roxana Nothaft (li.) konzentriert sich voll und ganz auf die Jugend-Europameisterschaften. Foto: privat
Heute geht es bereits auf die Waage, die für Roxana Nothaft auf keinen Fall mehr als 52 Kilogramm anzeigen darf. Morgen Vormittag um 9.30 Uhr Ortszeit (8.30 Uhr deutscher Zeit) startet dann der Wettkampf in der Aphrodite Sports Hall. Zu Hause in Mühlacker wird Nadja Nothaft nervös und sehnsüchtig auf eine Nachricht aus Paphos warten, wie ihre Tochter abgeschnitten hat.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen