Briefe zeigen den ganzen Schrecken des Krieges

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Veranstaltung im Kommunalen Kino in Pforzheim ergänzt die Kundgebung des Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag.

Pforzheim (bm). Im Krieg sterben Menschen. Hunderte, Tausende, im Zweiten Weltkrieg gar Millionen. Und hinter jedem Toten steht ein Schicksal, eine Familie, die leidet. Selbst wenn ein Soldat das Glück hat, aus dem Krieg zu seiner Familie zurückzukommen – Krieg ist für alle Beteiligten grausam. Deutlich wird das in sehr persönlichen Briefen von Anni und Ernst, den Großeltern von Wolfgang Hellmich.

Briefe zeigen den ganzen Schrecken des Krieges

Bewegende Einblicke: Vor dem Film „A Perfekt Day“ lesen Wolfgang Hellmich und Schauspielerin Heidemarie Brüny aus Briefen, die Hellmichs Großeltern im Krieg verfasst haben. Foto: Jürgen Müller

Als Ernst in den Krieg zog, hatten die Eheleute sich versprochen, regelmäßig zu schreiben. 1500 Briefe haben sie in den Jahren 1940 bis 1945 verfasst, und Wolfgang Hellmich hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese „speziellen Dokumente einer speziellen Zeit“ zu erhalten und zu veröffentlichen. Weil es ihm zu einfach sei, zu sagen, „die haben alles gewusst, aber nichts getan. Das wirkliche Leben ist komplizierter“. Der in Konstanz, der Heimatstadt der Großeltern, geborene Hellmich ist Hobbyfilmer und ehrenamtlich im Programmrat des Kommunalen Kinos in Pforzheim aktiv. Gemeinsam mit der Schauspielerin Heidemarie Brüny, bekannt aus TV-Rollen wie Tatort und von der Pforzheimer Theaterbühne, gab er bei einer Lesung aus den Briefen einen kleinen Einblick in die Gefühlslage seiner Großeltern, einer Familie im Zweiten Weltkrieg.

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