Breitbandausbau: Ötisheim macht ernst

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Bei Straßensanierung wird in Corres gleich auch an das Glasfasernetz des Zweckverbands Enzkreis gedacht

Ötisheim. Die Gemeinde Ötisheim macht ernst beim Aufbau einer Breitbandversorgung für den Enzkreis-Zweckverband im Ort. Während andere Kommunen zaudern und zögern angesichts der Kosten für den innerörtlichen Glasfaserausbau (MT berichtete), hat der Ötisheimer Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen, den gesamten Ortsteil Corres mit Glasfaserkabeln bis an die Grundstücksgrenzen zu versorgen. Damit ist Corres zwar noch nicht an die Datenautobahn angeschlossen, denn für die muss der Zweckverband erst das überörtliche Netz errichten und dann einen Betreiber finden, allerdings schafft die Gemeinde ihrerseits alle Voraussetzungen, damit in Corres die Zeiten des Schnecken-Internets so schnell wie möglich vorbei sind. Wobei der Zeitrahmen für den überörtlichen Ausbau des Glasfasernetzes drei Jahre beträgt – und dieser Zeitrahmen angesichts der bisherigen Verzögerungen bei dem Projekt „Breitbandversorgung Enzkreis“ zumindest optimistisch erscheint.

Der Impuls für den innerörtlichen Glasfaserausbau in Corres kam dadurch, dass die Waldenserstraße saniert und der Waldenserweg erschlossen werden muss. Im Zuge dieser Arbeiten wollte die Gemeinde auch gleichzeitig 30000 Euro in die Hand nehmen, um den Breitbandausbau voranzutreiben. Allerdings wollten sich weder Bürgermeister Werner Henle noch Planer Harald Bohner mit einem Glasfaser-Flickenteppich in Corres zufriedengeben, so dass sie dem Gemeinderat vorgeschlagen haben, den gesamten Ortsteil, also auch die Häuser entlang der Pforzheimer Straße, mit Glasfaserkabeln bis zu den Grundstücksgrenzen zu versorgen. Dadurch steigen die Kosten für den Breitbandausbau von 30000 auf 113000 Euro. Die Kosten für den eigentlichen Hausanschluss, also für die Strecke von der Grundstücksgrenze hinein ins Haus, müssen die Grundstücksbesitzer selbst übernehmen. Hier rechnet Henle mit einem Anschlussbeitrag von etwa 500 Euro. Gleichzeitig warb der Schultes dafür, dass die Grundstücksbesitzer sich dafür entscheiden, das Glasfaserkabel direkt ins Haus legen zu lassen. Henle: „Es macht keinen Sinn auf Telekom & Co. zu spekulieren. Die investieren nicht in einen Glasfaserausbau bis ins Haus. Aber nur diese Variante ist zukunftssicher.“

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