Brandstifter sei nur vermindert schuldfähig
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Facharzt für Psychiatrie bescheinigt 29-Jährigem zwei Krankheiten
Karlsruhe/Pforzheim (weg). „Ich habe Scheiße gebaut. Es tut mir leid.“ Das sagte am 12. März der 29-jährige Angeklagte zur Mutter einer 19-Jährigen, die mit schweren Brandverletzungen in einer Stuttgarter Spezialklinik lag. Am 8. März hatte er in Eutingen eine Wohnung angesteckt, in der sich drei junge Menschen befanden.
Am dritten Tag des Prozesses wegen vierfachen versuchten Mordes, besonders schwerer Brandstiftung und Freiheitsberaubung wurden mehrere Sachverständige gehört. Laut eines Facharztes für Psychiatrie leidet der Angeklagte an zwei Krankheiten, die ineinander übergreifen, einer Anhängigkeit von Cannabis und einer schizoiden Persönlichkeitsstörung. Auslöser der Tat war laut Gutachter eine tiefe Kränkung des Angeklagten, der von einem Bekannten bestohlen worden sei, und der Wunsch nach Rache. Die Steuerungsfähigkeit des 29-Jährigen sei vermindert gewesen. Er habe unter einem „Zwang nach erlittenem Unrecht“ gehandelt.
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