Brahms-Requiem in der Stadtkirche

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Pforzheim (pm). Mit „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms bringt der Oratorienchor Pforzheim eines der großen kirchenmusikalischen Werke des 19. Jahrhunderts zum Erklingen. Vom selben Komponisten stehen auch „Vier ernste Gesänge“ für Bariton und Orchester auf dem Programm. Die Aufführungen in der Pforzheimer Stadtkirche beginnen am Samstag, 25. November, um 19 Uhr und am Sonntag, 26. November, um 16 Uhr. Die Ausführenden sind Rainer Weiss (Bariton), Katrin Müller (Sopran), das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim und das Bachorchester Pforzheim in erweiterter Besetzung. Die Leitung hat Dirigentin Heike Hastedt.

„Seit Bachs h-moll-Messe und Beethovens „Missa solemnis“ ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms Deutsches Requiem zu stellen vermag!“ So urteilt der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick über die Uraufführung des neuen Werkes am Karfreitag des Jahres 1868 im Dom zu Bremen. Was ist das Besondere, das das Werk von Anfang an neben Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven stellt? Neben der herausragenden musikalischen Qualität der Komposition ist es der bis dahin einzigartige Ansatz, ein Requiem zum Trost für Trauernde zu schreiben und aus der traditionellen lateinischen Messvertonung herauszulassen. Brahms wählt Bibeltexte in deutscher Sprache aus, die ihm persönlich für die eigene Trauerarbeit wichtig sind – dieses Vorgehen verleiht dem Werk bis heute eine Subjektivität, die einzigartig ist.

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