Boris Ritter wirkt in Musical „Chicago“ mit
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Multitalent aus Maulbronn auf der großen Bühne im Palladium
Maulbronn/Stuttgart. Das Akkordeonspiel um eines neuen Musicals willen zu erlernen: für einen wie den 38-jährigen Boris Ritter kein Problem. Der Maulbronner, der auch einige Zeit an Projekten des Pforzheimer Stadttheaters mitwirkte und sieben Jahre lang mit „Marshall&Alexander“ auf Tournee ging, hat schon mit vier Jahren gezeigt, dass eine Menge musikalischer Begabung in ihm steckt. Und die hat ihn dahin gebracht, wo er heute ist: am Palladium Theater in Stuttgart, wo er seit 6. November als stellvertretender musikalischer Leiter und Pianist bei dem Musical „Chicago“ sein Bestes gibt.
Stellvertreter heißt: Immer, wenn der Chef nicht kann, dann dirigiert Boris Ritter das Orchester – und übernimmt auch eine kleine Sprechrolle, bei der er die nächste Nummer ankündigt. Und das mit voller Konzentration und Spannung vom Scheitel bis zur Sohle. Nicht nur als Dirigent der Musiker wegen, die mit straffer Körperhaltung geführt sein wollen und jede hängende Schulter vertonen würden. Musiker samt Dirigent sitzen nämlich auf dem Präsentierteller, will heißen: auf der Bühne. Boris Ritter, der in erster Linie Pianist ist und am Keyboard für „Chicago“ auch mal ruck, zuck aufs Akkordeon wechseln muss, kann sich ebenso wenig wie die Kollegen erlauben, in den Musizierpausen mal den Kopf hängen zu lassen oder gar kurz Mails zu checken. „Das geht nicht, das würde man sehen.“ Und dann können vor allem drei Stunden Stehen als Dirigent schon lange und vor allem anstrengend sein. „Am Anfang haben mir die Knie ohne Ende wehgetan“, sagt er.
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