„Bombensichere“ Alibis sind schlecht abgestimmt
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Staatsanwaltschaft wirft 21-Jährigem Exhibitionismus vor. Familie und Freundin wollen seine Unschuld belegen und verheddern sich.
Pforzheim. Keinesfalls will es der 21-Jährige gewesen sein, der sich am 24. Oktober 2019 in Niefern-Öschelbronn vor den Augen von Frauen, die mit ihren Hunden unterwegs waren, entblößt und befummelt hat. Die bombensicheren Alibis, die der Angeklagte von der Familie und seiner Freundin für die gestrige Verhandlung vor dem Amtsgericht Pforzheim akquiriert hat, überzeugten allerdings nicht so recht. Es fehlte die Abstimmung.
Der Hund, der mit dem Darm zu kämpfen hatte, trieb das erste Opfer am 24. Oktober gegen 2 Uhr vor die Tür. Anfangs wunderte sich die Spaziergängerin über einen Pkw, der schnell vorbeifuhr, später wurde ihr der Fahrer, der dann auf der anderen Straßenseite „mitlief“, unheimlich. Das Gefühl trog nicht. Der Mann ließ die Hose runter. „Es war eklig“, fand das Opfer. Im Gedächtnis blieben der unfreiwilligen Augenzeugin auch ein Teil des Pkw-Kennzeichens, Farbe und Bauart des Autos sowie auffällige Felgen. Auch das Gesicht des Unbekannten hatte sie sich eingeprägt und landete bei der Tätersuche auf eigene Faust dank eines Tipps einen Treffer. Sie erkannte den Exhibitionisten auf einem Profilbild bei Facebook. Im Gerichtssaal identifizierte sie den Angeklagten gestern noch einmal „zu 1000 Prozent“.
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