Bohrung für Erdwärme sorgt für Nachfragen
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Ölbronn-Dürrn (fi). Ein Bauherr in Dürrn möchte sein Haus mit Erdwärme beheizen und hat dafür beim Landratsamt Enzkreis die Erlaubnis zum Einbau einer entsprechenden Anlage beantragt. Vorgesehen ist eine Bohrung bis 94 Meter Tiefe. Die Gemeinde Ölbronn-Dürrn kann zu dem privaten Vorhaben Stellung nehmen.
Droht in Dürrn womöglich dasselbe wie in Staufen? „Bei fachlich korrekter Ausführung und richtiger Auslegung sind keine Schäden für Grundwasser, Erdreich, Vegetation und Nachbarbebauung zu erwarten“, erklärte im Gemeinderat Bürgermeister Norbert Holme auf kritische Nachfragen aus der Runde. Sollten das zuständige Umweltamt und das Geologische Landesamt keine negativen Auswirkungen erwarten, und werde durch Kontrollen die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten garantiert, könne die Gemeinde der Erdwärmenutzung zustimmen. Eine nachhaltige Energienutzung sei grundsätzlich zu begrüßen. 2009 sei bereits in unmittelbarer Nachbarschaft eine Anlage genehmigt worden, so Holme. Ob bei zwei so nahe beieinanderliegenden Bohrungen nicht zu viel Wärme entzogen werde, fragte Gemeinderat Hans-Dieter Deuss (Aktive Bürger), der zunächst die Aussagen der Fachbehörden abwarten wollte. Bürgervertreter Ulrich Noller (Aktive Bürger) vermutete zukünftig mehr Anfragen in dieser Richtung, während die Verwaltung hingegen nicht von einer Antragsflut ausgeht. Bei fünf Enthaltungen wurde vom Gremium mehrheitlich beschlossen, zunächst die Untersuchungsergebnisse der beiden zuständigen Behörden abzuwarten.
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