Blutiges Ehedrama: Anklage lautet auf Mord

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Frau soll auf ihren schlafenden Ehemann eingestochen haben

Maulbronn-Zaisersweiher/Pforzheim. Die Staatsanwaltschaft in Pforzheim hat jetzt Anklage gegen die Frau aus Zaisersweiher erhoben, die ihren Ehemann Anfang April mit einer Vielzahl von Messerstichen getötet haben soll (wir berichteten). Die Frau ist wegen Mordes angeklagt, der Fall wird vor dem Schwurgericht in Karlsruhe, das mit drei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt ist, verhandelt. Die mutmaßliche Täterin mache immer noch von ihrem Schweigerecht Gebrauch, teilt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Pforzheim, Dr. Bernhard Ebinger, mit. Der Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann geschlafen hat, als seine Ehefrau auf ihn einstach. Damit ist das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt, weil die Angeklagte „die Arg- und Wehrlosigkeit“ des Mannes ausgenutzt habe, erläutert Ebinger die Gesetzeslage. Im Falle des blutigen Ehedramas steht nach der aktuellen Sachlage ein Indizienprozess bevor. Die Staatsanwaltschaft muss der Frau die Tat anhand der Spurenlage zweifelsfrei nachweisen können. Die Vermutung, wonach die Frau psychisch krank und dadurch nur eingeschränkt schuldfähig sein könnte, kann Ebinger nicht bestätigen. „Wir gehen nicht von einer Aufhebung der Schuldfähigkeit aus.“ Ein Gutachter werde im Rahmen der Hauptverhandlung zugegen sein.

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