Blumen und Lebkuchen versüßen die Weiterfahrt
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Südwestbus übernimmt am Sonntagvormittag offiziell den Stadtverkehr in Pforzheim
Pforzheim. Nicht nur die Busse, auch der Erste Bürgermeister Dirk Büscher muss an diesem nasskalten, windigen Sonntagvormittag gut getaktet sein: Zusammen mit Manfred Hovenjürgen (RVS-Geschäftsführer) und Sandra Schönherr (Niederlassungsleiterin) springt er am Leopoldplatz in den Bus, die Hand voller mit „Pforzheim fährt Bus“-etikettierten Blumen in der Hand. Die bekommen die wenigen erstaunten Fahrgäste, die mit den Südwest-Bussen weiter fahren in die Hand gedrückt. Und wer draußen am Stand von Vanessa Binder vorbei kommt, dem werden noch andere „Give Aways“ in die Hand gedrückt. Nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei, das von Sandra Schönherr so bezeichnete „Rendezvous“ der Busse – die aufeinander warten, damit keiner beim Umsteigen nur noch die Rücklichter sieht – löst sich wieder auf. In Wohlgefallen, wie alle Beteiligten beim anschließenden Empfang und dem durch die Grußworte schimmernden „unruhigen Jahr“ nun hoffen. Damit ist der Startschuss für die offizielle Übernahme des groß angelegten städtischen Buslinienverkehrs durch die „Südwestbus“ gefallen.
Blumen für die Fahrgäste als sichtbares Zeichen für die offizielle Übernahme des Stadtverkehrs in Pforzheim durch die Südwestbus (stehend v. li.): Sandra Schönherr, Manfred Hovenjürgen, Dirk Büscher und Hans-Joachim Bruch. Foto: Roth
Stadtrat Hans-Joachim Bruch hat es ausprobiert: Die App, die an jeder Haltestelle die Wartezeit in echt anzeigt – was per GPS geregelt wird, sobald ein Bus kommt – funktioniert. Ein bisschen stört ihn aber, dass am Leopoldplatz alle Linien angezeigt werden und „nicht nur die, die ich brauche“. Was das kostenlose WLAN betrifft, da ist man laut RVS-Geschäftsführer Manfred Hovenjürgen durch den Brand der sechs Busse vergangenes Wochenende (wir berichteten) etwas zurückgeworfen worden. Kommt aber. Bis spätestens 2018 in allen Bussen, wie der RVS-Geschäftsführer verspricht. Der Blick nach vorne, der ist jetzt in jeder Hinsicht gefragt. Der Stadtverkehr starte früher als geplant „auf eigene Rechnung“, so Hovenjürgen. Die 20 Millionen Fahrgäste, wie sie noch 2015 gezählt wurden, habe man jetzt nicht mehr. Da gingen einige verloren im vergangenen Jahr, doch sei es das erklärte Ziel, diese Marge wieder zu erreichen. „Und gerne auch mehr.“ Man brauche auch die VPE dazu, die Marketing und Tarif regle. „Mehr denn je brauchen wir auch die Rückendeckung von Stadt und Politik“, so Hovenjürgen, der „offene Ohren“ für positive und auch kritische Rückmeldungen verspricht.
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