Blüten, Drogen, Autokäufe und einiges mehr

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Vier „Ehrenmänner“ vor Gericht

Enzkreis (weg). Es ging um 400000 Euro Falschgeld, um ein Kilogramm Marihuana, um den Kauf eines Kasinos, das vielleicht auch ein Bordell ist, um seltsame Autokäufe und vielleicht noch um mehr. Aber auf der Anklagebank vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Oliver Weik saßen keine Menschen, denen zwielichtige Geschäfte zuzutrauen sind, sondern nur vier „lupenreine Ehrenmänner“. Eigentlich hätten es sechs sein müssen, aber zwei von ihnen hatten es vorgezogen unterzutauchen. Vielleicht nach Bulgarien, vielleicht anderswohin, wer weiß das schon. Die vier Männer im Alter zwischen 43 und 56 Jahren, angeklagt wegen der Verabredung zu einem Verbrechen und des versuchten Handelns mit Betäubungsmitteln, wussten es jedenfalls nicht. Auch sonst hatten sie mit der Anklage, die Staatsanwältin Christine Roschinski vertritt, nichts zu tun.

Falschgeld? Der selbstständige Kaufmann und Techniker, der auch Sicherheitstechnik vertreibt, hatte lediglich einen falschen 20-Euro-Schein bei sich, den er seinen Kunden zeigte. Damit sie den Unterschied erkennen könnten. Und ja, er habe mal ein Kasino kaufen wollen, zusammen mit einer Frau, die er nicht näher kennt, und dem 43-jährigen Mitangeklagten. Um ein Bordell habe es sich gehandelt, ließ der 56-Jährige über seinen Verteidiger Uwe Oehler richtigstellen. Außerdem habe ihm der Kaufmann und Techniker mal einen falschen Hunderter gezeigt, keinen Zwanziger, er habe aber nur gesagt, der Andere solle ihm mit „dem Scheiß“ wegbleiben, weil der ja immer so „komische Geschäfte“ am Laufen habe. „Normale Geschäfte“, behauptete der Kaufmann. Zum Beispiel habe man Autos in Südeuropa kaufen und hier verkaufen wollen.

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