Bittere Bronzemedaille

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Schellin gibt Silber aus der Hand

SkopjE. Mit einer Bronzemedaille kehrt Ringerin Jaqueline Schellin von den Militär-Weltmeisterschaften in Skopje (Mazedonien) zurück nach Mühlacker und ist dennoch nicht glücklich damit, denn der dritte Platz schmeckt etwas bitter. Weil die aus Brasilien gemeldete Starterin beim Wiegen durchfiel, waren es in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm letztlich nur drei Ringerinnen.

Den ersten Kampf gegen die Chinesin verlor die Sportsoldatin aus Mühlacker mit 0:4. „Dann bin ich mal wieder auf meine Dauerrivalin Iwona Matkowska aus Polen gestoßen, die auch um eine Gewichtsklasse hochgerückt ist und zuvor mit 0:10 gegen die Chinesin verloren hatte“, schildert Schellin den Wettkampf. „Da habe ich den ganzen Kampf bestimmt und nach einem Beinangriff auch 2:0 geführt, aber dann zuviel gewollt und durch einen weiteren Angriff die Wertung abgegeben.“ Kurz vor Schluss der Kampfzeit punktete die Polin erneut und gewann das Duell mit 5:2. „Dabei hätte ich sie dieses Mal endlich knacken können“, ärgert sich Schellin, sagt aber auch: „Im Allgemeinen bin ich in der 53er-Klasse viel fitter und stabiler im Wettkampf.“ Trotzdem: „Lieber hätte ich gegen die Brasilianerin gewonnen und wäre dann Dritte von vier geworden. Aber so hatte ich Silber schon in der Hand und hab’s dann wieder hergeschenkt.“ Eines aber bedauert Jaqueline Schellin ganz besonders: „Es ist auch traurig, dass immer weniger Frauen zur Militär-WM kommen.“

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