Bitterböse Bubengeschichte fesselt noch
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Milena Paulovics inszeniert „Max und Moritz“ am Theater Pforzheim – Einfallsreiches Bühnenbild und engagierte Darsteller
In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts verfasste Wilhelm Busch eine Zeichengeschichte, die er „Max und Moritz“ nannte und als „Eine Bubengeschichte in sieben Streichen“ bezeichnete. Im Theater Pforzheim ist jetzt eine von Dietrich Korten eingerichtete und bearbeitete Fassung zu sehen.
Max und Moritz kennen keine Gnade mit ihren Opfern, denen sie allerlei Streiche spielen. Onkel Fitz bekommt Maikäfer ins Bett gelegt.
Pforzheim. Am Anfang stürzt der schwarzhaarige Max geradezu auf die von Pascale Arndtz gestaltete Bühne. Dort stehen zwei grüne Tonnen, Holzfässer, Säcke und einfach konstruierte Kulissenhäuser, die im Lauf des Geschehens gedreht werden, so dass sich immer wieder neue Perspektiven ergeben. Auf Max folgt der blonde Moritz. Und dann nimmt der erste Streich der zwei, die „Menschen necken, Tiere quälen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen stehlen“, seinen Lauf. Er gilt der Witwe Bolte und ihren Hühnern, die von Max und Moritz gequält und zu Tode gebracht werden. Doch nicht genug damit, als zweiten Streich klauen die Buben der Witwe, die zunächst ihren Spitz des Diebstahls verdächtigt, die gebratenen Hühner mit der Angel durch den Schornstein. Als Nächster muss Schneider Böck dran glauben. „Max und Moritz, gar nicht träge, sägen heimlich mit der Säge, ritzeratze voller Tücke, in die Brücke eine Lücke“, so dass „Schneider, Schneider, meck, meck, meck“ ins Wasser fällt, denn „vor des Meisters Hause floss ein Wasser mit Gebrause. Übers Wasser führt der Steg und darüber geht der Weg... und schon ist er auf der Brücke, kracks die Brücke bricht in Stücke“.
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