Bio-Musterregion erzielt erste Erfolge
Archiv
Ausschuss des Kreistags zieht eine positive Zwischenbilanz – Laufzeit bis zunächst Ende September 2021
Enzkreis. Nach einem Jahr Bio-Musterregion Enzkreis hat der Umwelt- und Verkehrsausschuss eine positive Zwischenbilanz ziehen können. „Es gab bei der Bewerbung auch Zweifler, aber jetzt herrscht die Einsicht, dass wir einen richtigen Schritt getan haben und der Zeit voraus sind“, war denn auch das Urteil von Kreisrat Gerd Philipp (CDU). Er wünscht sich noch mehr Unterstützung für die regionale Vermarktung und die landwirtschaftlichen Betriebe, die am Umstellen sind. Ins gleiche Horn stieß Kreisrat Hans Vester (SPD): „Ich hoffe, dass wir noch mehr Verarbeiter hinzubekommen“. Insgesamt sei die Bio-Musterregion „eine gute Sache für die Region“. Der Grüne Kreisrat Dr. Peter Pförsich betrachtet die Bio-Musterregion besonders unter Werbegesichtspunkten als gut: „Da sollten wir weiter mit den Pfunden wuchern.“ Darüber dürfe man aber nicht vergessen, auch bestehende Bio-Betriebe zu fördern, merkte Andreas Beier (SPD) an. „Nur mit Bio geht es derzeit nicht, aber wir müssen in diese Richtung voranschreiten“, fasste Landrat Bastian Rosenau zusammen. Mit Stand 2018 gibt es im Enzkreis 411 konventionelle und 47 Öko-Betriebe, die somit einen Anteil von 12,2 Prozent ausmachen. Bei den landwirtschaftlich genutzten Flächen macht der Bio-Anteil im Enzkreis 17,3 Prozent aus.
Die Bio-Musterregion Enzkreis hat zunächst eine Laufzeit bis Ende September 2021. „Aber es gibt Signale für eine weitere Verlängerung“, wie Landwirtschafts-Dezernentin Dr. Hilde Neidhardt gehört hat. Ablauf und Erfolge des ersten Jahres stellte Marion Mack dar. Sie ist die Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Enzkreis mit Sitz im Landwirtschaftsamt. Mit der Bio-Musterregion sollten das Bewusstsein für ökologischen Landbau sowie die ökologische und regionale Lebensmittelverarbeitung bei den Verbrauchern gestärkt werden, so Mack. Gleichzeitig soll die steigende Nachfrage nach Bioprodukten im Enzkreis verstärkt aus regionaler Erzeugung gedeckt werden. Um diese Ziele zu erreichen, sollen laut Mack die Bio-Erzeugung verstärkt, die Bio-Verarbeitung genauso wie die Vermarktung ausgeweitet werden. Zugleich wurde die Bildungsarbeit intensiviert mit einer Reihe von Veranstaltungen. Für Landwirte gab es Infoveranstaltungen, Exkursionen, praktische Unterstützung bei der Umstellung, Infos zum „Warenautomaten“ sowie einen Stammtisch zum Austausch Gleichgesinnter. Auch die Verarbeiter erhielten Unterstützung mit der Veranstaltung „Bio kann jeder“, dem nachhaltigen Essensangebot in Kita und Schule. Inzwischen nutzen die Kitas und Schulen im Enzkreis bereits zwischen zehn und 20 Prozent regionale Bio-Produkte. Darüber hinaus bieten zehn Gastronomie-Betrieb regionale Bio-Gerichte an. Die Bio-Gastronomie bezieht mindestens die Hälfte ihrer Bio-Produkte aus dem Enzkreis.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen