Billige Retouren-Masche endet im Gefängnis
Archiv
Angeklagte brauchen Geld für Amphetamine und nutzen den Service von Discountern zu gewerbsmäßigem Betrug
Pforzheim. Mit dem Trick „Retoure – Geld zurück“ von nicht bezahlter Ware haben die beiden Angeklagten unter anderem bei Discountern in Pforzheim von März bis August 2018 knapp 6500 Euro Beute erwirtschaftet. Das Schöffengericht quittierte den Betrug gestern mit Freiheitsstrafen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.
Bei ihrem Kniff nutzen die Angeklagten den Kundenservice aus, den sich Aldi-Süd und Penny auf die Fahne geschrieben haben. Die Täter wandten sich mit Artikeln, die sie kurz zuvor in den Einkaufswagen gelegt hatten, an die Filial-Mitarbeiter und überredeten diese „freundlich und bestimmt“ die Ware auch ohne verlorenen oder vergessenen Kassenbeleg zurückzunehmen. Dabei war das Warensortiment der Retouren-Touren breitgefächert: In Karlsruhe und Böblingen wurden vorzugsweise Kärcher-Fensterreiniger zurückgegeben – bis zu sechs auf einen Schlag. In Pforzheim und Bruchsal lag der Fokus auf Insektenrollos in Mengen von neun bis elf Stück, in Leinfelden-Echterdingen, Rastatt, Baden-Baden und Bühl wurde mit jeweils sieben Trachtenlederhosen zu jeweils rund 350 Euro Kasse gemacht, und in Ludwigsburg wurden sogar Matratzen durch den Discounter geschleppt.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen