„Bildungszeitgesetz ist unnötig“

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Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald befürchtet zusätzliche Belastungen

Pforzheim/Enzkreis (pm). Die regionale Wirtschaft lehnt das von der grün-roten Landesregierung vorgelegte Bildungszeitgesetz ab. „Die Unternehmen in Baden-Württemberg stellen sich der Verantwortung für die berufliche Qualifizierung ihrer Mitarbeiter freiwillig. Allgemeine oder politische Weiterbildungen dürfen ihnen nicht aufgebürdet werden“, erläutert Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald, die ablehnende Haltung.

Fünf Tage zusätzlicher Bildungsurlaub pro Jahr bedeuten laut IHK für ein mittelständisches Unternehmen mit 50 Beschäftigten, dass eine Arbeitskraft über das komplette Jahr wegfällt. Für die Unternehmen sei dies ein entscheidender zusätzlicher Kostenfaktor. Die Erfahrung in anderen Bundesländern, in denen es derartige Bildungsgesetze schon gebe, habe gezeigt, dass die damit verfolgten Ziele bei weitem nicht erreicht worden sind. „Warum sollen wir etwas einführen, was sich als nicht tauglich erwiesen hat?“, fragt sich Keppler. Fünf Tage pro Jahr seien zudem nach Ansicht der IHK ein formales Korsett, das den Anforderungen an moderne Weiterbildungen mit zeitversetzten Modulen widerspreche.

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