„Bildungsregion Enzkreis“ hofft auf weitere Mitstreiter

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Kinderbaustelle, Theater AG oder Grundschüler, die mit Senioren singen: Fachkräfte orientieren sich an individuellen Wünschen

Enzkreis (pm/ts). In Heimsheim wird regelmäßig in den Sommerferien für vier Wochen eine „Kinderbaustelle“ eingerichtet, angeleitet durch eine Fachkraft und durch Ehrenamtliche; in Neuhausen und Tiefenbronn proben Jugendliche in einer Theater-AG ihr selbst erarbeitetes Stück – eine Kooperation mit dem Kulturhaus Osterfeld; und in Neulingen singen und spielen Grundschüler alle zwei Wochen mit an Demenz erkrankten Senioren einer Wohngruppe. Drei Beispiele, welche Projekte in der „Bildungsregion Enzkreis“ in den vergangenen Jahren entstanden sind.

„Der Gedanke der Bildungsregion ist zu spüren und in den beteiligten Gemeinden ist viel in Bewegung gekommen“, freut sich Wolfgang Schwaab, Leiter des Kreisjugendamts. Neben den genannten Kommunen sind Ispringen, Keltern und Wiernsheim weitere Standorte in der Bildungsregion. Bislang – denn gerne würde man beim Kreis weitere Gemeinden für die Idee begeistern: „Durch die vernetzte Arbeit mit allen Institutionen und Akteuren bekommen die Kinder und Jugendlichen die bestmögliche Förderung“, ist sich Schwaab sicher. Dass auch die bislang Beteiligten dies so sehen, wurde beim ersten Netzwerktreffen des Jahres deutlich: „Der Austausch liefert immer wieder neue Ideen“, meinte eine der Teilnehmerinnen. „Wir sind gerne dabei und möchten das auch zeigen können – vielleicht in Form eines Siegels“, sagte eine weitere. Eine Idee, die Carolin Bauer und Andrea Simolka-Walter vom Bildungsbüro im Landratsamt nun umsetzen wollen. Matthias Fölsch vom Regierungspräsidium Karlsruhe begrüßt ausdrücklich, dass auch an Prävention und Gesundheitsangebote gedacht werde. 26 Bildungsregionen gibt es in Baden-Württemberg; einzig im Enzkreis ist sie jedoch dezentral organisiert: Es gibt in den sechs teilnehmenden Gemeinden jeweils eine Fachkraft, die vor Ort die Strukturen kennt und im ständigen Austausch mit allen Beteiligten steht. „Die Fachkräfte orientieren sich am Bedarf vor Ort, so dass die Arbeit individuell auf die Gemeinde abgestimmt werden kann“, erklärt Schwaab.

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