Bewegtes Leben im Spiegel der Musik
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Sommerprogramm am Theater Pforzheim: Die Sängerin Lilian Huynen interpretiert bekannte und eher unbekannte Lieder von Edith Piaf und setzt der großen Französin auf gelungene, stilsichere Weise ein Denkmal.
Pforzheim. In diesem Fall hat man im Theater Pforzheim wirklich aus der Not eine Tugend gemacht. Das Corona-bedingte „Sommerersatzprogramm“ ermöglichte Lilian Huynen, der beliebten und vielseitigen Solistin des Musiktheaters, in dem im Rahmen des Möglichen sozusagen ausverkauften Großen Haus im Gedenken an Edith Piaf ein etwas mehr als einstündiges Abendprogramm unter dem Titel „Lieder eines Lebens“ zu gestalten.
Ein Liederabend auf den Spuren der Sängerin Edith Piaf.Foto: Theater Pforzheim/Sabine Haymann
Chansons und Lieder zeigen häufig ein Leben im Spiegel der Musik. Ganz besonders gilt das für die am 19. Dezember 1915 in Paris als Tochter eines Straßenakrobaten und einer Kaffeehaus-Sängerin geborenen Edith Giovanna Gassion, der ihr Entdecker Louis Leplée, der Besitzer des Künstlertreffs „Le gerny’s“, 1935 den Namen „La môme Piaf“ gab. Unter dem Namen Edith Piaf feierte die „Spatz-Göre“ Triumphe und wurde zur höchstbezahlten Sängerin der Welt. Als sie am 10. Oktober 1965 in Grasse-Plascassier im Département Alpes-Maritim, im Hinterland der Côte d’Azur“, starb – durch einen gefälschten Totenschein wurden der 11. Oktober, an dem auch Jean Cocteau, ihr dauerhaftester Freund, starb, und Paris als Tag und Ort ihres Todes dokumentiert –, hinterließ sie nur Schulden, Chansons und eine Legende von ihrem Aufstieg aus der Gosse zur Spitze des internationalen Show-Geschäfts.
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