Beschwerden sind wie weggeblasen

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Wöchentliche Tennisstunde lässt manches Krankheitssymptom verschwinden – TF Lienzingen entdecken Erwachsene als Zielgruppe

Die Tennisfreunde Lienzingen starten ein neues Angebot, das sich an Menschen mit Schädel-Hirn-Traumata, Parkinson, zeitweiligen Lähmungen oder anderen Einschränkungen richtet. Initiiert hat das Projekt Sibylle Richter. Auch sonst wollen die TF Lienzingen verstärkt erwachsene Mitglieder werben.

Bewegungsautomatismen sind auf dem Tennisplatz wieder präsent: Giuseppe Morgante und Sibylle Richter bilden ein schlagkräftiges Doppel.

Bewegungsautomatismen sind auf dem Tennisplatz wieder präsent: Giuseppe Morgante und Sibylle Richter bilden ein schlagkräftiges Doppel.

Mühlacker-Lienzingen. Mehr als zweieinhalb Jahre sind seit dem schweren Fahrradunfall vergangen, doch die schweren Kopfverletzungen, die Sibylle Richter damals im September 2012 erlitten hat, wirken bis heute nach. „Es geht noch etwas holprig“, sagt die frühere Vizepräsidentin des Deutschen Turnerbundes. Ihr Gang wirkt leicht unrund und ein wenig schleppend. Doch sobald die 55-Jährige auf dem Tennisplatz das Racket schwingt, sind ihre Bewegungen geschmeidig wie eh und je. Von einem Handicap nichts zu sehen. Gleiches gilt für Giuseppe Morgante, der an diesem Mittwochmorgen mit Sibylle Richter im Doppel spielt. Die Symptome seiner Parkinson-Erkrankung sind wie weggeblasen, wenn er den gelben Filzball schlägt. „Irgendwie sind das Bewegungsautomatismen, die dann einfach wieder präsent sind“, sagt Sibylle Richter, die seit etlichen Jahren Tennis spielt. Diese Erfahrung brachte die langjährige Sportlehrerin des Mühlacker Theodor-Heuss-Gymnasiums auf den Gedanken, eine Tennisgruppe für Menschen mit ähnlichem Handicap ins Leben zu rufen.

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