„Bei jedem Alarm ins volle Risiko“
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Enzkreis/Pforzheim (pm). Der DRK-Kreisverband Pforzheim-Enzkreis begrüßt laut einer Mitteilung die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus. Schließlich kümmerten sich zahlreiche der rund 350 Rotkreuz-Mitarbeiter um ältere und pflegebedürftige Menschen, die von den Auswirkungen einer Infektion am stärksten bedroht seien. Hinzu kämen die Patienten der Notfalleinsätze. „Der Rettungsdienst zählt aktuell zur am höchsten gefährdeten Gruppe. Sie müssen bei jedem Alarm ins volle Risiko – ob sie wollen oder nicht“, sagt Professor Dr. Wolfgang Kramer, Präsident des hiesigen Kreisverbandes und DRK-Landesarzt.
In großen Gruppen draußen unterwegs sein, Hamstereinkäufe tätigen, dicht an der Kasse stehen und sich unterhalten: „Ernsthaft, so geht das nicht. Das ist gesellschaftlich gesehen eine Katastrophe“, sagt Kramer. Für ihn sei dieses Verhalten unverständlich und inakzeptabel. „Wir schicken unsere Leute quasi ins Feuer, und andere tun so, als ob sie das alles nichts angeht.“ Ebenso sieht er mit Sorge die Tätigkeit der Verkäuferinnen an den Ladenkassen der Geschäfte. Diese sind zumeist ungeschützt. Hier sollte man sich schnellstens Schutzmaßnahmen überlegen, um die Versorgung der Bevölkerung auch weiterhin gewährleisten zu können, so der Mediziner. In Frankreich beispielsweise würden die Mitarbeiter an den Ladenkassen vielerorts durch einfache Aufbauten mit Folien geschützt. Professor Kramer appelliert im Namen der Helfer und Einsatzkräfte des Roten Kreuzes an die Vernunft der Bürger. Die Rettungsdienstmitarbeiter schließen sich diesen Aussagen an und bitten die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben.
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