Bauernverband will Sprung über die B10 verhindern

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Debatte um weitere Gewerbeflächen in Mühlacker erhält neuen Zündstoff

Mühlacker. Der Bauernverband Enzkreis will sich frühzeitig in die Diskussion um weitere Gewerbeflächen in Mühlacker einschalten. Das teilt Geschäftsführer Jan Schwarting mit, der im Gespräch mit unserer Zeitung dafür plädiert, die Ackerflächen, die gegenüber dem Gewerbegebiet „Waldäcker“ auf der anderen Seite der B10 liegen, nicht anzutasten. Der Verband will handeln, „bevor Tatsachen geschaffen werden und der Standort dann als alternativlos dargestellt wird“. Schwarting betont: „Wir wollen keinen Automatismus.“

Der Bauernverband verweist auf die Schutzbedürftigkeit der „hochwertigen, landwirtschaftlichen Böden“, der in der Diskussion um zusätzliche Gewerbeflächen im Vergleich zum Natur- und Artenschutz ein zu geringer Stellenwert beigemessen werde. Schwarting strebt eine Prüfung des tatsächlichen Flächenbedarfs an. Bezüglich der Frage, wo er sich weitere Gewerbeansiedlungen in Mühlacker vorstellen könne, hat Schwarting keinen konkreten Vorschlag parat. „Es geht jetzt um ein erstes Signal“, sagt der Geschäftsführer, der weiß, dass die Meinungsbildung im Gemeinderat noch nicht abgeschlossen ist. Oberbürgermeister Frank Schneider hat im Interview mit unserer Zeitung hingegen Stellung bezogen und angekündigt, Nägel mit Köpfen machen und offen für den Sprung der Waldäcker über die B10 eintreten zu wollen. Die Mühlacker Stadtverwaltung will die Bürger am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr im Uhlandbau über das Thema informieren.

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