Bauernmarkt wird zum Publikumsmagneten
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Illingen-Schützingen. Naturtöne eines Alphornquartetts riefen am Samstag zur Markteröffnung und Wengerter Johannes Häge wünschte den Besuchern und Ausstellern „zwei schöne Tage in Schützingen und gute Geschäfte“. Dass zur vormittäglichen Stunde das Mikrofon seinen Dienst versagte, veranlasste den ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertreter Winfried Scheuermann in seinem Grußwort zu bemerken, er werde in der kommenden Woche auf dem Rathaus vorstellig, um anzuregen, dass künftig die Gemeinde die Verantwortung für die Anlage übernimmt. Der Bauernmarkt sei eine gute Gelegenheit mit den Erzeugern landwirtschaftlicher Produkte und den Kunsthandwerkern ins Gespräch zu kommen und dabei zu erfahren, was Direktvermarktung bedeutet, sagte Winfried Scheuermann. Er dankte den Initiatoren aus den Schützinger Familienbetrieben Straßer und Häge.
Marktatmosphäre pur im Weinbauort Schützingen: Der Bauernmarkt lockt wieder viele Besucher in den Illinger Ortsteil.
Den Verbraucher hinter die Kulissen schauen zu lassen sei ein Merkmal der gläsernen Produktion, hinter der auch der Enzkreis steht, betonte auch Karlheinz Zeller, der Dezernent für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten im Enzkreis und regelmäßiger Gast beim kulinarischen Bauernmarkt. Die Vermarktung der regional erzeugten Produkte in der Region bedeute „kurze Wege vom Hersteller zum Verbraucher“ und sei allemal besser als Lkw-Kolonnen auf der Autobahn. Frische Milchprodukte vom Biohof, schmackhafte Produkte vom Wild, vom Pferd, von Kaninchen und Fischen, herzhaftes Bauernbrot und süße Schneckennudeln, Salate, Gemüse und Obst, selbsterzeugte Weine, feine Obstbrände und selbstgepresste Öle, Weidenkörbe, Lammfelle, rustikale Vesperbretter, Seile und Socken, alte Traktoren und land- und forstwirtschaftliche Unikate, auf dem Bauernmarkt gab es jede Menge Kulinarisches, Kunstvolles und Historisches. Und auch manche Rarität war zu bestaunen und zu kaufen. „Man hat damit früher Heu und Stroh in die Scheune hochgezogen“, sagte Sammler Jörg Malucha über eines seiner Unikate, bestehend aus einer alten Radnabe die in einen Rahmen eingepasst und mit Seilführungen ergänzt wurde. Es war also nicht, wie ein Passant seiner Begleiterin weiszumachen versuchte, „ein Folterinstrument, mit dem im Mittelalter Frauen gepiesackt wurden“.
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