Bauarbeiter leben besonders gefährlich

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Enzkreis (pm). In einer Mitteilung weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) auf den internationalen Gedenktag für verunglückte Bauarbeiter am kommenden Dienstag hin und ruft zu einer Gedenkminute im Enzkreis auf. Wer auf dem Bau oder in der Landwirtschaft arbeite, so die Gewerkschaft, habe ein besonders hohes Risiko, Opfer eines Unfalls zu werden. „Ob im Homeoffice oder auf der Baustelle: Um 12 Uhr sollte am Dienstag jeder kurz die Arbeit beiseitelegen und an die Menschen denken, die im Job tödlich verunglückt oder berufsunfähig geworden sind“, appelliert Bezirksvorsitzender Wolfgang Kreis.

Die IG Bau Nordbaden fordere stärkere Anstrengungen beim Arbeitsschutz. „Daran darf der Chef keinen Cent sparen“, betont Kreis, und in Zeiten von Corona sei dies wichtiger denn je. „Auf dem Bau haben Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern – besser gleich eine ganze Zollstocklänge von zwei Metern – ist entscheidend“, betont Kreis. Außerdem müsse es genügend Masken und Schutzhandschuhe geben, ebenso wie Toiletten mit Wasseranschluss zum Händewaschen. Allerdings gehe auf vielen Baustellen Schnelligkeit allzu oft vor Sicherheit, kritisiert der Gewerkschafter, der sich auf Angaben der Berufsgenossenschaft bezieht. Demnach hätten sich in Baden-Württemberg in der Branche im vergangenen Jahr rund 9100 Arbeitsunfälle ereignet, von denen acht tödlich geendet hätten.

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