Bastböcke

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Enzkreis (fl). Spaziergänger oder Jogger, die aktuell in den Wäldern des Enzkreises unterwegs sind, wundern sich vielleicht über die Rehböcke mit komischen Geweihen, denen man derzeit mit etwas Glück begegnet. Bastböcke nennen Jäger diese Tiere und meinen damit, dass die männlichen Rehe jetzt noch die Haut um ihr neu gewachsenes Gehörn tragen. Rehböcke werfen nämlich den alten Kopfschmuck jedes Jahr im Spätjahr ab, über den Winter wächst dann unter einer schützenden Basthaut das neue Geweih. Die Basthaut übernimmt dabei auch die Nährstoffversorgung für das Wachstum des neuen Kopfschmucks. Ist das Geweihwachstum dann gegen Ende des Winters beendet, stirbt die Basthaut ab. Die alte, nutzlose Haut streifen oder schlagen die männlichen Rehe dann an kleinen Bäumen oder Sträuchern so vehement ab, dass die jungen Bäume diesen „Angriff“ meist nicht überleben. „Fegen“ heißt dieser Vorgang in der Fachsprache. Foto: Lechner

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