Bahnhofstraße bleibt im Fokus
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Mühlacker Gemeinderat lehnt Probelauf für eine unechte Einbahnstraße erneut ab. Nach Meinung der Mehrheit würden die Probleme nicht behoben, sondern nur verlagert. Situation in der Innenstadt soll Schwerpunkt einer neuen Verkehrsentwicklungsplanung sein.
Mühlacker. „Auf der Stelle laufen ist auch Bewegung“, fasste der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Metzger die neuerliche Diskussion um ein altes Thema zusammen: den Verkehr in der Bahnhofstraße. Einem Probelauf für eine unechte Einbahnstraße erteilte das Gremium – wieder einmal – mehrheitlich eine Absage und bekräftigte gleichzeitig die Absicht, die Einkaufsmeile vom Verkehr zu entlasten.
Kommunalpolitischer Dauerbrenner: Seit dem Umbau der Bahnhofstraße 2004 wird regelmäßig darüber diskutiert, wie sie vom (Durchgangs-)Verkehr entlastet werden könnte. Foto: Fotomoment
Wie berichtet, hatte in diesem Fall der frühere Stadtrat Matthias Lieb mit seinem VCD den Anstoß für eine Debatte gegeben, die sich nach dem Eindruck von FDP-Sprecher Veit Kibele alljährlich mit denselben Argumenten wiederholt. In der Analyse des Ist-Zustands sind sich die Fraktionen einig: Wegen der Linienbusse, dem Lieferverkehr und dem nach wie vor zu starken Durchgangsverkehr komme es regelmäßig zu Engpässen und „chaotischen“ Zuständen. Allerdings herrscht bei der Mehrheit auch die Meinung, dass eine echte oder unechte Einbahnstraßenregelung – in letzterem Fall würde die Einfahrt aus Richtung Bahnhof gesperrt, während sich die Fahrzeuge auf der Bahnhofstraße weiterhin in beiden Richtungen bewegen könnten – die Probleme nicht beseitigen, sondern nur verlagern würde. Die Kritik am mangelhaften Verkehrsfluss auf der Bahnhofstraße, gab Oberbürgermeister Frank Schneider als Anwohner der Hindenburgstraße zu bedenken, werde nur aus der Perspektive der Autofahrer geäußert, während aus den Reihen der Anlieger und Geschäftsleute keine Klagen kämen. Stattdessen habe es Proteste aus der Goldshalden- und Hindenburgstraße gegen die vermeintlichen Umleitungspläne gegeben. „Ich habe eine Bitte: Denken Sie an die Anwohner!“, appellierte der Rathauschef sozusagen in eigener Sache, bevor die abschließende Abstimmung mit 14 zu sechs bei sieben Enthaltungen recht eindeutig gegen eine unechte Einbahnstraße ausfiel.
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