Bahn frei für Frösche und Kröten
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Amphibien überqueren Straßen – Freiwillige Helfer retten das Leben der bedrohten Tiere
Enzkreis. Winter ade! Die ersten warmen Sonnenstrahlen kitzeln schon zeitweise die Erde, und die Natur erwacht aus dem Winterschlaf. Bei feuchter Witterung vernimmt man vielerorts Kreuchen und Fleuchen – und Quaken: Kröten, Frösche und Molche machen sich auf, um vom Winterquartier zu Laichgewässern zu wandern.
„Im sicheren Hafen“: Diese prächtige Krötenfamilie hat die gefährliche Straßenüberquerung heil überstanden und gelangt auf sicherem Wege zu ihrem Laichgewässer. Foto: Becker
„Jetzt geht’s wieder los“ – Armin Heugel vom Amt für Baurecht und Naturschutz Enzkreis hat die Amphibien im Blick. „Die Temperatur mit mindestens fünf Grad Celsius in der Nacht stimmt, und durch den Regenfall ist es draußen wieder feucht.“ Wie im vorigen Jahr werden mehr als 40000 Amphibien erwartet, die an vielen Stellen im Enzkreis Straßen überqueren, um an ihr Laichziel zu gelangen. So zum Beispiel die Kröte – ein kleines Tier, das nicht gerade als die Aphrodite in der Welt der Tiere gilt. Doch die braune Amphibie hat es in sich: „Kröten sind ein wichtiger Bestandteil der Biodiversität“, mahnt Rose Jelitko vom Amt für Baurecht und Naturschutz. „Ihr Beitrag zum intakten Ökosystem wird deutlich unterschätzt.“ Ohne Kröten wäre schon längst eine Insektenplage ausgebrochen, so Jelitko. „Wenn ein Rad im Gefüge sich nicht mehr dreht, dann bricht das ganze System zusammen.“
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