Bader-Mitarbeiterin klagt gegen Versetzung

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Arbeitsgericht entscheidet: 46-Jährige muss deutlich längeren Fahrtweg ins neue Logistikzentrum in Kauf nehmen

Pforzheim. Über 60 Kilometer zusätzlichen Fahrtweg müsste die langjährige Teilzeitangestellte des Versandhauses Bader bei ihrer Versetzung ins neue Logistikzentrum des Unternehmens in Östringen in Kauf nehmen. Zu weit, findet die 46-Jährige und klagte. Jetzt wurde ihre Klage gegen die Versetzung als erste von voraussichtlich 14 Fällen vor dem Arbeitsgericht in Pforzheim verhandelt und abgewiesen.

Derzeit werden Versand und Retourenbearbeitung am neuen Logistik-Standort des Pforzheimer Unternehmens im Landkreis Karlsruhe bis zur Umstellung im Mai sukzessive aufgebaut, die Belegschaft vom Werk im Brötzinger Tal abgebaut. Über 3000 Mitarbeiter sind von der Teilverlegung des Traditionsunternehmens betroffen. „Das ist für mich unzumutbar“, findet die 46-jährige Klägerin, deren Arbeitstag derzeit um 7 Uhr beginnt. „Wenn ich zur gleichen Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Östringen sein will, müsste ich gegen 3 Uhr aus dem Haus gehen.“ Insgesamt wäre sie zwölf Stunden unterwegs, um vier Stunden zu arbeiten“, rechnete sie Richter Matthias Menn vor.

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