BUND kritisiert rigorose „Pflege“
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Vorwurf: Nach einer Maßnahme am Mühlacker Enzufer finden manche Tiere keine Nahrung und keinen Unterschlupf mehr
Die „Pflege“ von Pflanzenbeständen kann auch überzogen werden. Genau dies sei am Enzufer innerhalb des Gartenschaugeländes geschehen, findet Waltraud Pfau von der BUND-Ortsgruppe Mühlacker. Von den Folgen betroffen seien verschiedene Tierarten.
Kahlschlag an der Enz: Der Pflegemaßnahme des Regierungspräsidiums ist ein großer Teil des Pflanzenbestands am Ufer zum Opfer gefallen. Foto: Sadler
Mühlacker. Da, wo im vergangenen Jahr eine große Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten existiert habe, biete sich dem Betrachter nun ein „überpflegtes Enzufer“. „Hier hat noch nicht einmal das kleinste Tierchen eine Chance, einen Unterschlupf oder einen Samen oder ein Zweiglein zum Fressen zu finden“, kritisiert Waltraud Pfau in einem Schreiben an unsere Zeitung. Darunter zu leiden hätten beispielsweise Rohrsänger und Teichhühner, die ein bewachsenes Ufer zur Deckung benötigten, Eisvögel, die ihre Jagd nach Fischen von einem Busch oder von Weiden aus starteten, und Schwäne, die sich im Winter vorwiegend von Gräsern ernährten.
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